Abgrenzung zu klassischen Smart-Grid-Systemen
Viele konventionelle Smart-Grid-Lösungen basieren auf zentraler Datenerfassung, Funkkommunikation und cloudbasierter Auswertung. Diese Systeme sind technisch komplex, investitionsintensiv und teilweise anfällig für gleichzeitige Großschaltvorgänge.
„Laufenburg“ setzt stattdessen auf eine dezentrale, statistisch fundierte Entscheidungslogik mit 7-Tage-Referenzierung. Jede Einheit arbeitet unabhängig und lokal, wodurch systemweite Gleichzeitigkeitseffekte vermieden werden. Die Steuerung erfolgt spannungspriorisiert und feinauflösend – ohne zentrale Eingriffe.
Mögliche Einsatzbereiche
Das Steuer- und Schaltgerät kann flexibel eingesetzt werden. Es eignet sich für die Integration in Erzeugeranlagen ebenso wie für Verbrauchersysteme. Eine Installation im Zählerschrank oder im Schaltschrank ist ebenso möglich wie eine geräteintegrierte Lösung.
Damit eröffnet sich ein breites Anwendungsspektrum – von privaten Haushalten über Gewerbebetriebe bis hin zu kommunalen oder industriellen Anlagen.
Nutzung vorhandener Speicherkapazitäten
Ein zentraler Gedanke hinter „Laufenburg“ ist die intelligente Nutzung bereits vorhandener Speicher. In vielen Haushalten, Gewerbebetrieben und Industrieanlagen existieren thermische, elektrische oder mechanische Speicherkapazitäten, die bislang nicht systematisch zur Netzstabilisierung genutzt werden.
Dazu gehören unter anderem:
Warmwasserboiler und Speicherheizungen
Wärmepumpen
Batteriesysteme
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
Notstromaggregate
Elektrolyse- oder H2-Erzeugungssysteme
Anstatt neue Großspeicher zu installieren, nutzt das System diese vorhandenen Kapazitäten gezielt zur lokalen Netzoptimierung. Dadurch entstehen vergleichsweise geringe Investitionskosten bei gleichzeitig hoher Wirksamkeit.